Wir über uns
 
SV der Wiener und Budapester Tümmlertauben und deren Hochflugtauben
Zur Einführung und vielleicht auch zum besseren Verständnis etwas zur Entstehung und Entwicklung der Wiener Tauben und unseres Sondervereins. Fällt unter Taubenzüchtern und -liebhabern das Wort Wiener wird es auch sofort mit dem Hochflug verbunden. Das macht uns schon etwas stolz, denn der Flugtaubensport läßt sich auf viele Jahrhunderte zurückführen und ist ohne Zweifel eine der ältesten Liebhabereien, die mit dem Altwienertum eng verflochten ist. Nach alten Überlieferungen hatten die Wiener Tümmler gegen 1850 bereits schon einen Höhepunkt als Hochflugtaube in Wien. Bis über 250 große Schwärme kreisten damals über der Stadt. Eine für heutige Zahlen unvorstellbare Zahl. Zur Abstammung der Wiener Tümmler soll nur soviel gesagt werden, daß sie wohl unumstritten überwiegend indischen Ursprungs sind. Als Kreisziehertauben wurden sie bereits Anfang des 18. Jahrhunderts bekannt und begannen von Wien aus ihren Siegeszug um die Welt. Zur Erzielung dickerer Schnäbel und größerer Augenränder wurden auch Berbertauben eingekreuzt. Das brachte wohl den gewünschten Erfolg, aber in der körperlichen Beschaffenheit entsprachen sie den kleinen Wienern gar nicht. Der Kunst der Züchter oblag es nun, den Wiener so zu formen, wie er sich in seiner heitigen Vollendung zeigt. Schon damals fanden sich die begeisterten Züchter zwanglos an Sonn- und Feiertagen zusammen und begutachteten mitgebrachte Tauben. Aus diesen zwanglosen Zusammenkünften, sogenannten Tischgesellschaften, bildeten sich festere Formen der Gemeinschaft. So dauerte es auch nur wenige Jahre bis die erste Wiener-Tümmler-Ausstellung, die zugleich auch die erste Taubenausstellung Wiens war, durchgeführt wurde. Am Dreikönigstage, dem "6. Jänner des Jahres 1856" in Manascheks Gastwirtschaft "Zur Traube" in Leopoldstadt, Große Pfarrgasse, wurde sie abgehalten und beschränkte sich auf die Zeit von 10 Uhr vormittags bis 15 Uhr nachmittags. Ihr folgten in unregelmäßigen Abständen weitere. So wurde durch die einstigen kleinen Tischgesellschaften der Grundstein für das heutige Vereinswesen und die Ausstellungen gelegt. Der erste auf Grund von Statuten gegründete Verein wurde am 4. Mai 1874 unter dem Namen "Erster Wiener Geflügelzüchter Verein" ins Leben gerufen. Er nahm aber die gesamte Kleintierzucht in sein Programm auf. Obwohl die Wiener-Tümmler-Züchter hauptsächlich Mitbegründer waren, entschlossen sie sich, einen selbständigen Verein ins Leben zu rufen. So entstand 1881 unter dem Namen "Gesellschaft der Taubenfreunde" der erste Wiener-Tümmler-Verein. Er fand so regen Zuspruch daß es 1897 zur Gründung eines zweiten Vereins unter dem Namen "Wiener-Tümmler-Klub" kam. Ihm stand vor der Obmann Rudolf Paradieser. Große Erfolge und Anerkennung erzielte dieser Verein nicht nur durch seine hervorragenden Züchter, sondern auch durch die Einführung von Klubfußringen. Durch die Anregung der Wiener-Tümmler Züchter entstanden Vereinigungen ind Budapest, Prag und Preßburg. Auch in Deutschland gab es bereits Taubenfreunde, die mit dem Wiener-Tümmler-Klub im engen Kontakt standen. In Hamburg, Braunschweig, Hannover und Halberstadt waren die größten Konzentrationen der Wiener-Tümmler-Freunde in Deutschland zu finden. Zwischen den deutschen Züchtern gab es bereits rege Verbindungen. Besonders aktiv zeigten sich Berliner Zuchtfreunde. Ihr erster organisatorischer Zusammenschluß fand am 5. Mai 1919 unter der Bezeichnung "Verein Wiener Hochflugtauben" statt. Im Vordergrund des Vereinsgeschehens stand der Hochflug, welcher in ganz Berlin fanatisch betrieben wurde. Später änderte sich diese Einstellung und man nannte den Verein in den "Klub Wiener Taubenzüchter" um.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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